10. Oktober 2017  |  

Erstklässler nun endlich

Einschulung am 11. September 2017

Himmel und Menschen! Für um zehn sind die neuen Erstklässler geladen, doch bereits um viertel vor sitzen erste Kinder beinebaumelnd in der ersten Reihe der mit Wimpeln geschmückten Aula. Mit dabei: Eltern, Geschwister, Großeltern – angereist aus der ganzen Republik – und jede Menge große Erwartungen. Eine war für die, die nach der Einschulung draußen feiern wollten, schon gleich am frühen Morgen enttäuscht worden: das durchwachsen angesagte Wetter entpuppt sich als kühler grauer Tag mit tristem Landregen. Schön, dass hier trotzdem so viel gute Laune herrscht.

Dafür sorgt bei den Hauptpersonen wohl auch die eigene Schultüte, die gemeinsam mit allen anderen unübersehbar auf einem Tisch am Ende der Bühne liegt. Am Tag zuvor in der Schule abgegeben ist da ja noch Platz für jede Menge – hoffentlich – erfüllbare Erwartungen. Doch bis es soweit ist, müssen sich alle 13 Erstklässler der Freien Grundschule Pfefferwerk aber noch ein bisschen gedulden.

Jutta, die neue Schulleiterin, wird erst noch kurz begrüßt und möchte ein paar Worte sagen und die Geschichte vom Ernst des Lebens erzählen. Auch wenn das dem einen oder anderen Kind schon bald zu langweilig wird, wie eines offenherzig bekundet. Ein Lacher. Der tut allen gut. Aber nun sind erst einmal die Zweit- und Drittklässler aus dem Roten und Grünen Pfeffer dran. Mit Trommeln entern sie die Aula, positionieren sich unmittelbar vor den Schultüten und heißen die neuen Schüler willkommen. Schön ist das, herzlich und meistens sitzt der Ton. Und als sie fertig sind, was eine ganze Weile dauert, weil unter anderem sogar ein eigener Rap auf die Schule und das, was da passieren wird, eingeübt wurde. „Nichts ist mehr wie früher, du hast alles geschnallt“ hallt es durch die Aula und vermutlich auch durch die Köpfe der Erstklässler, die da so tapfer in der ersten Reihe sitzen und noch nicht ganz so viel schnallen.

Danach ist es endlich so weit: jedes neue Kind wird mit einem eigens gereimten „Doktor Pfeffers wundersamen Satz“ begrüßt und kurz später auf die Bühne gebeten. Dass die sich wirklich trauen, da hinaufzustiefeln! Dort bekommt jedes seine ersehnte Schultüte samt einer Sonnenblume und sortiert sich in seinen Pfeffer ein. Um kurz darauf mit den Lehrern für eine Weile in die Lernräume zu verschwinden. Wie tapfer sie da alle mitlaufen. Während die Verwandtschaft die ganze Aufregung schon am liebevoll vorbereiteten Büfett im Foyer kompensiert.

Dann, nach gefühlt einer Stunde, kommen sie. Erstklässler nun endlich. Die Schultüte immer noch zu. Aber sie haben einen ersten Eindruck davon, was sie ab Montag erwartet.

Sabine Priess-Krüger

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht von Caroline Parthier.

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